Freitag, 07.04.2017, 14:00 - 15:00 Uhr
 Halle 8 Ebene 0, D50

Vortrag: „Der rote Faden, das bin ich.“ Wie Kreative ihren persönlichen Modus Vivendi finden

Musikbiz & Culture Forum
Die Welt hat sich verändert. Was früher als sicher betrachtet wurde, wird heute misstrauisch beäugt: Sei es die Rente, die Banklehre oder die Ehe, man kann sich auf nichts mehr verlassen. Und es gibt nur eine Gruppierung, die man darüber nicht jammern hört: Kreative. Leiden? Ja. Jammern? Nein. Dazu sind Kreative seit jeher zu beschäftigt damit, ihr Lebensglück selbst in die Hand zu nehmen. Und das Schöne ist: sie wissen auch wie. Es ist ihnen nur nicht immer bewusst.

Für den einen kann es ein zweites Standbein sein und für den anderen darf es das auf keinen Fall sein. Oder es muss unbedingt eine Familie darin Platz haben oder nicht. Oder eine Großstadt oder nicht. Oder Eigenproduktionen oder nicht. Oder Auszeichnungen, ein großes Publikum oder nicht. Der Modus Vivendi mit einem kreativen Beruf kann aktiv individuell entwickelt werden. Es ist wichtig, selbst an der Gestaltung mitzuwirken – auch wenn äußere Einflüsse dominant zu sein scheinen.

Die Diplompsychologin, Autorin, Sängerin und Schauspielerin Alina Gause hält Künstler für die potenziell glücklicheren Menschen und sieht in den Lebens- und Arbeitsbedingungen das entscheidende Hindernis für Kreative, dieses Potenzial auch auszuschöpfen. In ihrem Vortrag erzählt sie davon, welche Wege Künstler heute gehen können, um ihr Leben als Kreative selbstbestimmt und zufriedenstellend zu gestalten.

Änderungen vorbehalten
  • Sprecher:

    Alina Gause wurde in Berlin geboren und absolvierte dort ihre Ausbildung in Tanz, Gesang und Schauspiel. Es folgten Engagements - u.a. mit eigenen Texten und Kompositionen - z.B. am Maxim Gorki Theater, Theater des Westens sowie in Studioproduktionen und beim Film und Fernsehen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit schloss sie ein Psychologiestudium ab und spezialisierte sich auf die Lebens- und Arbeitsumstände der Kreativbranche. 2009 richtete sie in Berlin a.way, eine Beratungsstelle für Kreative, ein und berät dort Künstler aller Sparten. Seit 2008 ist sie Redaktionsmitglied des Schauspielermagazins ca:stmag. 2011 erschien ihr erstes Buch „Warum Künstler die glücklicheren Menschen sein könnten “, im Dezember 2016 ihr zweites  „Kompass für Künstler“ (Springer Verlag). 2014 erhielt sie einen Lehrauftrag an der Universität der Künste in Berlin, wo sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt.